German Open 2018

von Nicolas Bitsch

 

Dieses Jahr stand alles im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der EWU und  wieder war die German Open ein sportlicher Superevent. 35 Reiter aus RLP gingen an den Start und die Erfolge können sich sehen lassen:

 

Deutsche Meisterin Ranch Riding Jugend: Thea Marie Friedrich

Deutsche Meisterin Western Horsemanship: Benedicta Stöcklein

Deutsche Meisterin Superhorse: Kim Vanessa Wehnes

 

Silbermedaille sen. RN:                 Felix Schnabel

 

Bronzemedaille im H&D Trail:      Sarah Sporleder

Bronzemedaille LK3B Award:       Emelie Diefenbach

Bronzemedaille jun. WCH:                       Maik Bartmann

 

Platzierungen:

 

4. SUHO, 4. WHS,                          Thea Marie Friedrich

5. sen. RR                                        Benedicta Stöcklein

5. SUHO, 5. JUPF BA 5j.               Oliver Wehnes

5. YS RN                                          Sarah Kübler

6. Platz RR                                       Nele Kohlhage

6. sen. SUHO                                  Oliver Wehnes

6. jun. RR                                         Melena Skala

6. WHS                                             Sandra Platz-Schomisch

6. jun. WCH                                     Maik Bartmann

7. YS RN                                          Anna-Christina Maisch

7. jun. RR                                         Sarah Kübler

8. SSH                                              Julia Weber

8. JUPF TH 5j.                                 Oliver Wehnes

8. SSH                                              Anne-Katharina Corell

10. JUPF RN 5j                               Felix Schnabel

10. sen. RR                                      Rebecca Domanski

10. jun. WCH                                   Achim Götz

10. sen. WPL                                   Anne-Katharina Corell

10. RR Award LK3A                       Katrin Lepschi

11. JUPF RN 4                                Julian Hüther

12. WHS                                           Victoria Roth

12. sen. RR                                      Sandra Platz-Schomisch

12. H&D Trail                                   Jacqueline Gulden-Schütz

13. Youngstars Challenge            Anna-Christina Maisch

14. JUPF RN 5                                Oliver Wehnes

15. sen. TH                                      Kim Vanessa Wehnes

18. JUPF RN 5j                               Maik Bartmann

33. RR Award LK3B                       Emelie Diefenbach

 

Herzlichen Glückwunsch an alle Medaillengewinner, Finalisten und Platzierten, ihr seid SPITZE!!!

Die Gedanken zur GO 2018 der deutschen Meisterinnen:

 

 

Benedicta Stöcklein

Highlight des Jahres: German Open! Die Vorfreude war wie jedes Mal riesig groß, Auto und Hänger vollgepackt, Ron und Glitzi eingeladen und los ab nach Kreuth! Die ersten Tagen sind meistens sehr stressig, Paid warm Up, Vorlauf, Pferd bei Laune halten, Team anfeuern. Nach Tag 4 waren unsere Finales vergeben: Ranch Riding und Horsemanship! Trail und Western Riding leider knapp verpasst. Mittwoch war bereits für mich persönlich meine liebste Disziplin WHS. Ron war super drauf, Pattern lief sehr gut, dann hieß es nur noch warten, warten, warten auf die Siegerehrung. Die Jungs vom Sprecherturm haben das Aufbauen des Spannungsbogens perfektioniert =).... Dann nach einer gefühlten Ewigkeit und viel Herzklopfen, standen nur noch Caroline Pisch und ich in der Reihe..... Warten, warten, warten.... Und in dem Moment als der Name für die Zweitplatzierte aufgerufen wurde und es nicht mein Name war, stand meine Zeit still..... WE MADE IT, GOLD! Danke Ron für den Ritt zu unserer ersten Goldmedaille, Danke Ron für den Titel des Allround Champion der GO2018 LK1A, Danke Ron für die unzähligen tollen Stunden die du mit Sonja und mir teilst, jeden Tag, das ganze Jahr! #onceinalifetimehorse 

 

 

 

Kim Vanessa Wehnes

2018 war für mich ein besonders ereignisreiches Jahr. Beginnend mit dem Absolvieren meines Abiturs im Januar, über das Wiedersehen von Big nach über einem Jahr, den ersten AQ turnieren, meiner Südamerika Reise, der Teilnahme an der German Open und dem Studienbeginn im Oktober.

Ich hatte mich bereits riesig gefreut, dass ich mich in meinem ersten Jahr im Erwachsenenlager gleich in drei Disziplinen für die GO mit Big qualifizieren konnte und schwebte spätestens nach dem Erreichen von zwei Finals auf Wolken. Und dann standen wir auf einmal in der Siegerehrung der Senior Superhorse, ein Finalist nach dem anderen wurde aufgerufen bis wir nur noch zu dritt und schließlich zu zweit waren. Die darauf folgenden 12 Sekunden waren wohl die längsten in meinem Leben. Dann fiel Enjas und nicht mein Name und mir wurde langsam bewusst, dass Big und ich gerade deutsche Meister geworden sind. Ein unbeschreibliches Gefühl und das wohl größte und unerwartete Geschenk 2018, für das ich Big unendlich dankbar bin und immer sein werde.

 

 

Thea Marie Friedrich

Ein Traum wird wahr!

Unsere Vorbereitungen für die GO gestalteten sich dieses Jahr etwas schwierig. Im drei wöchigen Wechsel schoben mein Pferd Jeffrie und ich die Krankenkarte hin und her. Jeffrie mit einem Riss in der Hornhaut und ich mit einer angerissenen Sehne am kleinen Finger. Trotzdem schafften wir in den Vorläufen der Superhorse, Horsemanship und Ranch Riding den Sprung ins Finale.

Auf den Trail freue ich mich ganz besonders. Leider fand der Trail-Vorlauf auf dem Außenplatz bei strömendem Regen und nicht gerade optimalen Bodenverhältnissen statt. Aber wir ließen uns nicht aus dem Konzept bringen und versuchten das Beste draus zu machen. Jeffrie, dem der Regen ins Gesicht tropfte, lief trotzdem in bester Manier. Zehn Meter vor dem Parcours-Ende trat mein Pferd auf einen Stein (vermuten wir) und ging plötzlich lahm. Sofort hörte ich auf weiter zu reiten. Das führte zur Disqualifikation. Als wir die Arena verließen, war von seiner Lahmheit „Gott sei Dank“ nichts mehr zu sehen. Ich war froh, dass er nicht verletzt war.

Auch in der nächsten Prüfung der Reining, hatten wir nicht ganz so viel Glück. Ich verlor bei dem vorletzten Manöver, dem Rollback, meinen Zügel und musste leider wieder kurz vor dem Ende abbrechen. Das traf mich besonders, denn die Reining, wie auch der Trail, zählt zu meiner Lieblings-Disziplin.

Das erste Finale war die Horsemanship. Mein Pferd fühlte sich in der Prüfung sehr angespannt an, lief aber trotzdem eine schöne Pattern. Die Richter setzten mich auf den 4. Platz.  Ich war überglücklich und unheimlich stolz auf Jeffrie.

Mit einem guten Gefühl konnte ich dann das SuHo Finale bestreiten. Als letzte Starterin, da ich den Vorlauf gewonnen hatte, ließ ich mich nicht von den guten Leistungen meiner Konkurrenten entmutigen und zeigte einen sehr hoch gescorten Ritt. Mein Pferd war die ganze Zeit bei mir und gab alles. Das Glück war leider nicht mit uns und ein kleiner Patzer kurz vor dem Ende, katapultierte uns auf den undankbaren Platz 4.

Als letztes Final blieb noch die RR. Hier machten wir uns wenig Hoffnungen, da die Konkurrenz sehr stark war. Jeffrie lief in einer unglaublich schönen Manier und es klappte jedes Manöver. Als wir dann später in der Siegerehrung standen, rechnete ich damit, im guten Mittelfeld platziert zu sein. Nach und nach wurden die Platzierten geehrt und auf einmal war ich unter den Top-Drei Deutschlands. Ich war in diesem Moment schon überglücklich nicht noch einmal 4. zu werden, doch auf einmal standen wir nur noch zu zweit da. Ich konnte meine Tränen kaum zurückhalten. Und was diesen Moment noch viel schöner machte war, dass ich dort mit meiner besten Freundin Lenya Lambeng stand. Wir hatten uns immer gewünscht eines Tages mal zusammen auf dem Treppchen zu stehen und Silber und Gold zu holen.

Bei der Verkündung des Siegers ließ der Sprecher sich extra viel Zeit, um es besonders spannend zu machen. Und plötzlich war es raus: „Thea Marie Friedrich ist die neue deutsche Meisterin in der Jugend Ranch Riding 2018. Ein unbeschreibliches Gefühl. Ich war so unheimlich stolz auf meinen Jeff! Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut und wässrige Augen, wenn ich an diesen Moment zurückdenke. Nachdem die Siegerfotos im Kasten waren erklang die Nationalhymne. Kaum vom Pferd abgestiegen wurde ich direkt in ein Interview vor laufender Kamera geschickt, wovor ich viel Respekt hatte sich aber als sehr angenehm entwickelte.

Ich bin meiner Familie, meinem Trainer und der OWTS-Family unheimlich dankbar. Doch mein größtes Dankeschön geht an mein „Once in a lifetime – Horse“ Jeffrie aka Dry Doc O Rima. Durch dich wurde ein Traum wahr!

 

 

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